Gebäude mit Huawei-Logo in Kanada. (Foto: Paul McKinnon/Shutterstock)

Die US-Regierung hat eine weitere Ausnahmeerlaubnis für bestimmte Geschäfte mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller und Netzwerkausrüster Huawei gewährt. Diesmal gilt der Aufschub 45 Tage – bisher waren es 90 Tage.

Die US-Regierung hat am 13. Februar 2020 eine Ausnahmeerlaubnis für bestimmte Geschäfte mit dem chinesischen Smartphone-Anbieter und Netzwerk-Ausrüster Huawei erneut verlängert. Der Aufschub um 45 Tage bis 1. April.

Huawei bekommt 45 Tage mehr Zeit für Android-Updates

Der erneute Aufschub solle betroffenen Kunden mehr Zeit geben, ihre Geschäfte auf Produkte anderer Hersteller umzustellen, erklärte das Handelsministerium am Donnerstag. Die USA hatten Huawei im vergangenen Mai auf eine Liste (Entity-List) von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Die Ausnahmegenehmigung zur Weiterführung bestimmter Geschäfte wurde seither zuerst im August und anschließend im November um jeweils 90 Tage verlängert.

Der US-Regierung geht es dabei auch darum, mögliche Ausfälle bei kleineren amerikanischen Mobilfunkanbietern in ländlichen Gegenden zu vermeiden, die ihre Netze mit Sendetechnik von Huawei bestückt hatten. Für Nutzer von Huawei-Smartphones bedeutet der Schritt unter anderem, dass Google die mit seinem Betriebssystem Android laufenden Telefone vorerst weiter in vollem Umfang mit Updates versorgen kann.

Huawei ohne Android: Das bedeutet der Rauswurf für Smartphone-Besitzer

Weiterhin keine neuen Google-Lizenzen für Huawei

Das Huawei Mate 30 Pro mit App-Gallery und HMS. (Foto: Huawei)

Das Huawei Mate 30 Pro mit App-Gallery und HMS – ohne Google-Dienste und Play-Store. (Foto: Huawei)

Weiterhin werden Huawei keine neuen Lizenzen für die Google-Dienste gewährt, sodass neue Geräte wie das Huawei Mate 30 Pro und das Ende März erscheinende Huawei P40 ohne die für viele essenziellen Google-Apps wie den Play-Store, Google Maps oder Youtube ausgeliefert werden müssen. Eine Nachinstallation vor allem des Play-Store und der Play-Dienste ist nicht ohne Weiteres möglich. Um den eigenen Smartphones eine identische Nutzererfahrung zu bieten, arbeitet Huawei daran, Alternativen für die Google-Dienste und wichtige Apps wie einen Kartendienst zu entwickeln.

Der chinesische Konzern Huawei ist der führende Ausrüster von Mobilfunk-Netzen und der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt. Huawei muss sich in den USA derzeit auch unter anderem wegen angeblicher Industriespionage und Verstößen gegen Sanktionen vor Gericht verantworten. Das Justizministerium hatte die Anklage gegen Huawei am Donnerstag nochmal verschärft. Die USA werfen Huawei unter anderem Verstöße gegen Sanktionsrecht, Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen und Spionage im Auftrag der chinesischen Regierung vor. Mit Material der dpa. 

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