(Foto: Jonathan Weiss / Shutterstock)

In der Coronakrise wird mehr von zu Hause gearbeitet. Microsoft profitiert davon, weil dabei Software in der Cloud genutzt wird – und zum Teil auch neue Windows-Notebooks gekauft wurden.

Der Softwareriese Microsoft legt dank seiner Cloud-Angebote auch in der Corona-Krise zu. Office-Büroprogramme, die Kooperations-Software Teams und die von vielen Apps genutzte Cloud-Plattform Azure sind gefragt, während Menschen in vielen Ländern zuhause statt im Büro arbeiten, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch beim Betriebssystem Windows und Microsofts Surface-Tablets lief es den Angaben zufolge besser als erwartet, weil verstärkt mobile Geräte gekauft worden seien.

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Die Corona-Pandemie beeinflusse alle Lebens- und Arbeitsbereiche, „und wir haben ein Ausmaß digitaler Transformation von zwei Jahren in zwei Monaten erlebt“, sagte Microsoft-Chef Satya Nadella in einer Telefonkonferenz mit Analysten. So komme Microsoft Teams jetzt auf 75 Millionen Nutzer täglich – doppelt so viele wie noch Anfang März.

Cloud-Geschäft wächst

Bei Microsofts Cloud-Flaggschiff – der Azure-Plattform für Unternehmen – stiegen die Erlöse um 59 Prozent. Das Cloud-Geschäft insgesamt legte um 27 Prozent auf 12,3 Milliarden US-Dollar zu. Der Umsatz der Sparte mit Windows, der Xbox-Spielekonsole und den Surface-Geräten wuchs um drei Prozent auf elf Milliarden Dollar. Für diesen Bereich hatte der Konzern wegen der Corona-Pandemie im Februar vorsorglich eine Umsatzwarnung abgegeben. Die Lieferketten in China erholten sich jedoch etwas schneller als gedacht.

Der Bereich, in dem unter anderem die Office-Bürosoftware untergebracht ist, wuchs um 15 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar. Microsoft hilft dabei, dass Kunden für viele Produkte wie Office inzwischen zu großen Teilen im Abo bezahlen. Die Einmal-Verkäufe von Software gingen dagegen im März zurück, wie Finanzchefin Amy Hood dem Finanzdienst Bloomberg sagte.

Im gesamten vergangenen Vierteljahr steigerte Microsoft den Gewinn im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar (9,9 Milliarden Euro). Der Umsatz kletterte in dem Ende März abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um 15 Prozent auf 35 Milliarden Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen, die Aktie legte im nachbörslichen Handel um gut zwei Prozent zu.

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