Tesla. (Foto: Shutterstock)

Tesla arbeitet schon länger an eigenen Batteriezellen. Jetzt ist ein weiteres Patent aufgetaucht – aber nicht irgendeins, sondern ein besonderes, wie Tesla-Chef Elon Musk meint.

Im Rahmen des geheimen Projekts Roadrunner arbeitet Tesla daran, einen Akku für Elektroautos zu entwickeln, der eine Lebensdauer von mindestens 1,6 Millionen Kilometern hat und sich in der Massenproduktion für weniger als 100 US-Dollar pro Kilowattstunde hergestellt werden kann. Das gilt in Branchenkreisen als Grenze, ab der sich ein Elektroauto genauso günstig wie ein Benzinauto produzieren lässt. Jetzt ist ein weiteres Patent von Tesla aufgetaucht, wie die Futurezone berichtet.

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Tesla-Batteriezelle soll günstiger werden

Das Patent, das schon im November eingereicht, aber erst am Donnerstag veröffentlicht wurde, trägt den Titel „Cell with a tabless electrode“. Darin geht es darum, die an den Anoden und Kathoden von Batteriezellen angebrachten Fahnen – englisch: Tabs – zu eliminieren. Das würde zum einen Geld sparen und den Fertigungsprozess vereinfachen. Darüber hinaus müsste dann die elektrische Spannung weniger Widerstand überwinden, um die Zelle zu verlassen, wie es bei der Futurezone heißt.

In dem Tesla-Patent sollen die Fahnen durch eine Neugestaltung der Trennschichten, die man in der Batteriezelle mit Anoden und Kathoden zusammenrollt, ersetzt werden. Weiterer positiver Nebeneffekt: Der Widerstand der Kathode zum Zellengehäuse würde ebenso reduziert wie die Spannungsabweichung entlang der Elektrode. Das soll die Lebensdauer der Zelle erhöhen und die Stromwärme reduzieren. Auch die Hitzeableitung würde verbessert. Insgesamt könnte Tesla solche Zellen günstiger produzieren. Zudem würden die Elektroautos länger haltbar und effizienter. Auch die Ladegeschwindigkeit könnte durch die neue Technologie erhöht werden.

Für Elon Musk jedenfalls ist offenbar gerade dieses Patent nicht nur ein weiteres von vielen bei der Entwicklung der Tesla-Batteriezelle. Den Titel des entsprechenden Artikels auf der Plattform Tesmanian, „Tesla Gained Another Battery Cell Patent“, kommentierte der Tesla-Chef via Twitter mit dem Hinweis, dass das Ganze weit wichtiger sei als es sich anhören möge. Wann eine im Projekt Roadrunner entwickelte Elektroautobatterie marktfähig ist, ist nicht bekannt.

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