Die Schulen stecken in der digitalen Kreidezeit. Mit Corona begann das große Basteln. Im Podcast fragen wir den Bundestagsabgeordneten Manuel Höferlin, was die Politik versäumt hat – und den Chef der HPI-Schul-Cloud, wann die Wolke denn abhebt.

Als Mitte März in Deutschland wegen der Corona-Pandemie vorübergehend vieles stillstand, konnten viele Unternehmen ins Homeoffice ausweichen. Wer nicht darauf vorbereitet war, schaffte neue Rechner an, baute VPN-Verbindungen auf und richtete Meetings per Zoom ein.

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Viel schwieriger als bei vielen Unternehmen, die im besten Fall sowieso schon an der eigenen Digitalisierung arbeiten, war es aber in Deutschlands rund 40.000 Schulen.

Arbeitsblätter per PDF, Meetings per Zoom

Obwohl das Thema Digitalisierung in Schulen schon seit rund 20 Jahren diskutiert wird, ist in vielen Bereichen wenig oder gar nichts passiert: In vielen Bildungseinrichtungen werden immer noch Arbeitsblätter ausgeteilt, an Tafeln und in Klassenbücher geschrieben und die Smartphones ausgeschaltet, als hätte es die Digitalisierung nie gegeben. (Mal ganz abgesehen von der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Digitalisierung.)

Zwar gibt es längst digitale Schulsysteme und Schul-Clouds von privaten Anbietern – und sogar eine staatliche geförderte Open-Source-Cloud. Aber längst nicht alle Schulen haben den Unterricht schon in die Wolke verlagert.

Mit Corona begann das große Basteln

Als die Schulen wegen Corona schließen mussten, begann daher für viele der elf Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland das große Basteln: Arbeitsblätter wurden als PDF per E-Mail verschickt, manche Lehrerinnen unterrichteten über Zoom, andere über Microsoft Teams, manche Klassen trafen sich auf der Gaming-Plattform Discord für Präsentationen.

In unserem Podcast fragen wir Manuel Höferlin (FDP), den Vorsitzenden des Ausschuss Digitale Agenda im Bundestag: Wieso hat die Politik das Thema Digitalisierung in Schulen so schleifen lassen?

Außerdem sprechen wir mit Christoph Meinel, dem Chef der staatlich geförderten (Open-Source-)HPI-Schul-Cloud, und fragen nach: Was hätte passieren müssen, damit schon zu Beginn der Krise alle Schulen auf der Schul-Cloud gewesen wären? Und wie bringt man plötzlich 3.000 neue Schulen ins System?

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