Nvidia hat Pacman von einer künstlichen Intelligenz nachbauen lassen. (Bild: Shutterstock)

Das Kultspiel Pacman feiert seinen vierzigsten Geburtstag. Das war Grund genug für die KI-Experten von Nvidia, das Spiel von einer künstlichen Intelligenz nachbauen zu lassen. Die schaute zunächst nur zu.

Gemeinsam mit dem Hersteller des Kultspiels, Bandai Namco, feiert Nvidia den vierzigsten Geburtstag von Pacman, einem der erfolgreichsten Spiele der Achtziger. Als Geburtstagsgeschenk hat Nvidia eine KI-generierte Version des Spieles im Gepäck. Diese Version hat eine künstliche Intelligenz durch bloßes Zuschauen und Verstehen gebaut. Dabei ist die KI ähnlich vorgegangen, wie es ein menschlicher Entwickler auch getan hätte. Sie hat versucht, durch Zuschauen die Regeln des Spieles zu verstehen, um es dann programmatisch zu imitieren.

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Nvidia entwickelt GameGAN, ein neuronales Netzwerk für Spiel-KI

Laut Nvidia haben die Forscher des Unternehmens eigens ein neuronales System namens GameGAN entwickelt, das sie mit 50.000 Pacman-Durchläufen trainierten. Das Ergebnis ist eine voll funktionsfähige Version des Spieles, das ganz ohne unterliegende Game-Engine auskommt.

Nun ist der KI-Pacman nicht nur ein nettes Geburtstagsgeschenk für einen kleinen Pixelfresser, sondern zeigt nach Auffassung Nvidias, wie KI in der Zukunft am Game-Design beteiligt werden könnte. So könnten etewa neue Spiel-Level per KI designt werden. Ebenso könnte die künstliche Intelligenz Varianten eines Spieles ersinnen und umsetzen.

Im Laufe des Jahres will Nvidia den KI-Klon auf seinem AI Playground zur Verfügung stellen. Das Forscherpapier kann bereits auf Github eingesehen werden. Wer sich bei Verfügbarkeit des KI-Pacman benachrichtigen lassen will, kann seine E-Mail-Adresse hinterlegen.

Nvidia-KI-Lösungen finden sich in den meisten entsprechenden Forschungseinrichtungen

Nvidia ist nicht nur ein bekannter Hersteller von leistungsfähigen Grafikkarten für Personal Computer, sondern auch sehr erfolgreich in der Entwicklung von Hard- und Software für Projekte der künstlichen Intelligenz tätig. Die neuronalen Netzwerke des Unternehmens, genannt GAN (Generative Adversarial Networks), finden sich in allen relevanten Forschungsbereichen. GAN bestehen dabei aus zwei konkurrierenden neuronalen Netzen, die im Gegenspiel zueinander voneinander lernen. Der Lernprozess läuft dabei in Zyklen ab.

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