Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). (Foto: dpa)

Die SPD fordert ein Recht auf Homeoffice. Die CDU will das den Unternehmen nicht vorschreiben. Wirtschaftsminister Altmaier ist für lokale Lösungen.

Nachdem Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ein Recht auf Homeoffice in Aussicht gestellt hatte, hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sich jetzt dagegen ausgesprochen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er, Homeoffice passe nicht zu jeden Betrieb, vor allem, wenn direkter Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern nötig sei.

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„Keine staatliche Gängelei“

„Wir brauchen vor allem weniger Bürokratie, nicht immer neue staatliche Strategien“, so Altmaier gegenüber der dpa. „Staatliche Gängelei“ wäre seiner Meinung nach falsch. Er habe volles Vertrauen, dass vor Ort die richtigen Lösungen gefunden würden.

Jeder dritte Beschäftigte ist im Homeoffice

In der aktuellen Krise bieten viele Betriebe Homeoffice an. 35 Prozent der deutschen Beschäftigten arbeiten teils oder vollständig von zu Hause aus, wie das Deutsche Institut der Wirtschaftsforschung auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels ermittelt hat. Vor der Krise waren es demnach zwölf Prozent.

Twitter und Facebook haben bereits angekündigt, dass ihre Mitarbeiter auch nach der Krise dauerhaft im Homeoffice arbeiten dürfen, falls sie nicht physisch an der Hardware arbeiten müssen. Microsoft-Chef Satya Nadella sieht ein dauerhaftes Homeoffice dagegen kritisch.

Aktuelle Erfahrungen nach der Krise nutzen

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Katja Mast kritisierte, Altmaier würde mit seinen Aussagen eine notwendige Debatte abwürgen. Die Erfahrungen, die Firmen aktuell mit dem Homeoffice sammeln, sollten ihrer Meinung nach in der Zeit nach der Krise genutzt werden.

Mit Material der dpa

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