Jep, The Elder Scrolls 4: Oblivion spielt eigentlich vor Skyrim. Eigentlich. Denn ein armer Knabe mit leerem Blick tigert auch heute noch durch seine Zelle im kaiserlichen Gefängnis in Cyrodiil, und schreibt so ganz heimlich die Geschichte von Skyrim und Oblivion um.

The Elder Scrolls IV: Oblivion

Was machen 600 Jahre im Gefängnis mit einem Oblivion-Charakter? Nicht viel, wie es aussieht; denn er ist weder gealtert noch in all den Jahren gestorben, nein – nur sein leere Blick deutet daraufhin, dass er eine viel zu lange Zeit an einem dreckigen, tropfenden Ort voller Ratten zugebracht hat. Oder wie Twitter-User UESP (Unofficial Elder Scrolls Page) es beschreibt:

Mein Hobby: So lange im Gefängnis in Oblivion versauern, bis die Dritte Ära 1000 Jahre lang ist, und bis meine Fähigkeiten komplett verkümmert sind.

Nun, das ist traurig. Und schrecklich, ein bisschen. Aber ganz abgesehen von der Quälerei eines Oblivion-Charakters, hat dieser fuchsige Spieler einfach die Geschichte mit der Warte-Funktion in Oblivion umgeschrieben. Wie? Lasst uns einen Blick in die Geschichtsbücher von The Elder Scrolls werfen, werte TES-Historiker: Oblivion spielt zum Ende der Dritten Ära, im Jahr 433. Skyrim nun beginnt in der Vierten Ära, und zwar etwa 200 Jahre nach der Oblivion-Krise.

Was aber, wenn die Oblivion-Krise nie ein Ende fand? Was, wenn der eigentliche Held von Oblivion einfach im Gefängnis geblieben wäre, all die vielen Jahre? Nicht nur würde sich die Dritte Ära bis zu Eintausend Jahre ziehen, auch könnten sich die berüchtigten Oblivion-Tore über ganz Tamriel ausgebreitet haben – bis ins Heimatland der Nord, das 200 Jahre danach immerhin mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hatte. Drachen, etwa. Oder Pferde, die sich über Gipfel glitchen.

Es ist alles eine Lüge!

Um diesen Schock zu verdauen, könnte es helfen, einen Blick in die Archive der Seite Unofficial Elder Scrolls Page zu werfen: Hier tummeln sich allerlei Informationen zur kanonischen Geschichte, die mit Liebe zum Detail aus allen TES-Teilen zusammengeklaubt wurden. Wundervoll.

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