macOS Big Sur bringt Boot Camp nur noch für Intel-Macs mit. (Bild: Apple)

Wer auf einen ARM-Mac umsteigt, kann Windows nicht mehr per Boot Camp laufen lassen. Das haben Apple und Microsoft bestätigt.

Anfang der Woche hat Apple offiziell seinen Wechsel von Intel-Prozessoren auf die eigenen ARM-Chips angekündigt. Was auf der Keynote von Apples Entwicklerkonferenz WWDC nicht erwähnt wurde: Damit geht die Möglichkeit verloren, Windows über Boot Camp auf einem Mac laufen zu lassen.

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Windows per Boot Camp: Lizenzierung von Microsoft macht Probleme

Das hat Apple gegenüber t3n im Zuge der WWDC bestätigt. Intel-Macs behalten den Support, ARM-Macs bekommen ihn nicht. Grund dafür ist die Lizenzierung seitens Microsoft. Das Redmonder Unternehmen lizenziert seine ARM-Version von Windows nur an PC-Hersteller, die es auf ihren Geräten vorinstallierten. Das bestätigte Microsoft in einem Statement gegenüber The Verge. Auf die Nachfrage, ob sich das noch ändern würde, ließ Microsoft verlauten, dass es darüber gerade nichts zu verkünden gäbe.

Nutzer, die Windows auf ARM-Macs nutzen wollen, müssen also auf Virtualisierung setzen. Allerdings gibt es auch dort Hindernisse. Apples Rosetta 2, das x86-basierte Software auf ARM-Architektur laufen lassen kann, unterstützt Virtualisierungssoftware nicht. Das geht aus einem Support-Dokument hervor.

Anbieter wie Parallels oder VMware müssen ihre Virtualisierungssoftware für ARM-Macs also komplett neu entwickeln. Apple hatte auf der WWDC-Keynote eine Demonstration von Parallels gezeigt – in dieser Virtualisierung lief allerdings ein für ARM kompiliertes Linux.

Parallels hält sich in einem Blogpost vage, man arbeite mit Apple zusammen, um Apples ARM-Prozessoren zu unterstützen. Konkurrent VMware fragt auf Twitter, was sich die Community wünsche.

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