Erstmals nimmt Tesla in diesem Jahr an der groß angelegten Qualitätsstudie von J.D. Power teil. Das Ergebnis, das der Hersteller mit seinen E-Autos einfährt, ist ein herber Rückschlag für Elon Musk und sein Team.

Tesla

Tesla: Letzter Platz in Sachen Qualität

J.D. Power, ein Marktforschungsurgestein in den USA, unterzieht Automobilhersteller alljährlich einem Qualitätstest. Dazu befragen die Marktforscher Neuwagenkäufer und zählen die Qualitätsmängel, die Besitzer innerhalb der ersten 90 Tage nach dem Kauf berichten. Erstmals ist auch Tesla im Ranking vertreten, obwohl der E-Auto-Hersteller sich querstellte: Fahrzeughersteller müssen eigentlich zur Kooperation bereit sein und die Befragung der Kunden gestatten, erklärt die LA Times.

Tesla verweigerte die Zusammenarbeit, J.D. Power befragte dennoch 1.200 Tesla-Besitzer – mit einem vernichtenden Ergebnis: Tesla landet im Ranking auf dem letzten Platz, mit 250 gemeldeten Qualitätsmängeln pro 100 Fahrzeuge. Zum Vergleich: Die Spitzenreiter Dodge und Kia kommen je auf 136 gemeldete Fehler. Für Tesla eine Blamage – erst im Januar hatte man Ford als wertvollster Fahrzeughersteller in der Geschichte der USA überholt. Insgesamt befragte J.D. Power beinahe 88.000 Neuwagenbesitzer – sowohl Käufer als auch Leasingkunden.

Den günstigsten Einstieg in die Tesla-Familie bietet der Model 3 – hier im Video zu sehen:

Mängel in der Industrie bekannt

Die Mängel bei Teslas Neufahrzeugen betreffen laut J.D. Power Aspekte, die andere Fahrzeughersteller schon vor Jahren zu lösen hatten. Tesla habe als Neuling in der Industrie noch mit den grundlegenden Schwierigkeiten bei der Herstellung eines Fahrzeugs zu kämpfen, zitiert die LA Times einen J.D.-Powers-Manager.

Bekannte Probleme bei Teslas Fahrzeugen seien beispielsweise undichte Stellen in der Karosserie, verzogene Karosserieteile und Stoßdämpfer, die sich bei Nässe lösen. Über Batterie und Elektronik beschwerten sich Kunden jedoch kaum.

Für alle Hersteller hätten Kunden in diesem Jahr mehr Qualitätsmängel angegeben. Der Gründ dafür sei ein größerer Fragenkatalog, der Entertainmentsysteme stärker berücksichtige, so J.D. Powers.

Thomas Konrad

Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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