Der Microsoft-Store auf der 5th Avenue im Mai 2020(Foto: dpa)

Seit Mitte März sind Microsofts Stores geschlossen. Unabhängig von der Coronakrise soll das auch so bleiben – Microsoft zieht sich aus dem Einzelhandel zurück.

Microsoft verabschiedet sich von seinen Retail-Stores. Kunden sollen nur noch aus der Ferne betreut werden, wie Microsoft mitteilt. Die bisherigen Mitarbeiter der Geschäfte sollen künftig online Kunden beraten, betreuen und schulen. Hinzu kommen neue Support-Formate.

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Schließung schon länger geplant?

The Verge berichtet, Microsoft habe schon länger vorgehabt, seine Stores zu schließen. Eigentlich sei das für nächstes Jahr geplant gewesen – die COVID-19-Krise habe die Pläne beschleunigt. Microsoft hatte 2009 die ersten Retail-Stores eröffnet, inspiriert vom Erfolg der Apple Stores.

Das Produktportfolio habe sich zu digitalen Produkten wie Microsoft 365, Spielen und Unterhaltung entwickelt, schreibt Microsoft. Deshalb würden die meisten Hardware- und Softwareverkäufe ohnehin online stattfinden.

Während der Corona-bedingten Schließung der Stores habe das Einzelhandelsteam sich umgestellt und neue Möglichkeiten gefunden, Kunden zu bedienen. „Unser Team hat bewiesen, dass es Kunden über jeden physischen Standort hinaus erfolgreich bedienen kann“, so David Porter, Corporate Vice President bei Microsoft. Das soll jetzt fortgeführt werden.

Vier Standorte bleiben bestehen

An einigen Orten will Microsoft aber auch in Zukunft physisch präsent sein. In sogenannten „Experience Centers“ soll weiterhin Kundenkontakt stattfinden. Die Stores in London, New York City, Sydney und die Campus-Standorte in Redmond werden zu solchen Räumen umgestaltet.

Für die digitale Kundenberatung setzt Microsoft auf Formate wie eins-zu-eins Videoberatung, Online-Tutorials und virtuelle Workshops.

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