(Foto: Shutterstock)

Mit eigenen Produkten will Zoom in das Hardware-Geschäft einsteigen. Das Angebot soll sich primär an Businesskunden richten, aber auch private Verbraucher werden berücksichtigt.

Das Videokonferenzunternehmen Zoom ist einer der großen Gewinner der Coronakrise. Dadurch, dass immer mehr Menschen weltweit von zu Hause aus arbeiten, wuchsen auch die Nutzerzahlen des Anbieters täglich. Zwischenzeitlich auf über 200 Millionen Nutzer pro Tag.

Jetzt geht Zoom den nächsten Schritt und will auch auf anderen Märkten Fuß fassen. Mit „Zoom for Home“ wurde eine neue Produktkategorie angekündigt, die sowohl Software- als auch Hardwarekomponenten beinhaltet, die speziell für das Arbeiten von zu Hause aus entwickelt wurden.

Zoom produziert nicht selbst

Die Produkte, die Zoom zukünftig anbieten will, werden von Drittanbietern hergestellt, mit denen Zoom eine Partnerschaft eingegangen ist. Eins davon ist DTEN, ein Unternehmen, das normalerweise Produkte für Konferenzräume entwickelt. Das erste Gerät, das aus dieser Kooperation hervorgeht, trägt den Namen „Zoom for Home DTEN Me“ und ist eine All-in-One-Lösung für Videokonferenzen. Das Gerät verfügt über einen 27-Zoll-Bildschirm mit Touchscreen, drei integrierte Weitwinkelkameras und acht Mikrofone.

So könnte ein Homeoffice-Setup mit dem Zoom-for-Home-Device aussehen. (Foto: DTEN)

Unterscheiden will sich Zoom for Home von anderen Konferenzsystemen durch das Interface. Wer sich bei einem Zoom-for-Home-Gerät anmeldet, bekommt aufgrund des synchronisierten Kalenders alle anstehenden Termine direkt auf dem Bildschirm angezeigt. Die Kontakte werden ebenfalls synchronisiert und können individuell, etwa durch das Hinzufügen von Favoriten, angepasst werden. Wer das Gerät im privaten Umfeld nutzt, kann es auch mit einem Pin-Code sperren.

Wichtig war für Zoom laut Zoom-for-Home-Chef Jeff Smith auch die Bezahlbarkeit des Produkts: „Sie können nicht für jeden Mitarbeiter eine 10.000-Dollar-Workstation haben“. Das „Zoom for Home DTEN Me“ soll am Ende rund 599 US-Dollar kosten, ist ab sofort vorbestellbar und soll ab August ausgeliefert werden. Zunächst ist das Produkt auf die Optimierung von Videokonferenzen ausgelegt, es soll aber laut des Herstellers noch zusätzliche Funktionen erhalten.

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